Beninfiz- Die HAK Agro-Farm
Hugo Anselme Kotingan
- geb. am 21.04.1970 in Cotonou / Benin
- 1988-1991 Studium der Volkswirtschaft an der Uni-Benin
- 1995-1997 TU Muenchen Weihenstephan
Studiengang: Agrarwissenschaften - 1997-2001 Fachhochschule Weihenstephan
Studiengang: Landwirtschaft mit Schwerpunkt Pflanzen- und Tierproduktion - 2001-2004 Fachhochschule Bingen
Studiengang: Internationaler Agrarhandel - 2004 Anfertigung der Diplomarbeit zum Thema: „Möglichkeiten der Mechanisierung landwirtschaftlicher Betriebe in Benin"
- 2005 Rückkehr nach Benin
- 2006 Gründung der
HAK - Agrofarm
Die ersten Jahre waren geprägt vom Aufbau der wichtigsten Farmgebäude (Das Wohnhaus ist z.B. der umgebaute Transportcontainer der Geräte, die Hugo aus Deutschland mitgebracht hatte) und der Rodung der landwirtschaftlichen Flächen. Derzeit sind 35 von 50ha Savannenland gerodet; dabei werden große Bäume bewusst erhalten und neue Bäume gezielt nachgepflanzt. Allein in 2008 wurden 1000 (Teak-)Baumsetzlinge gepflanzt, in 2009 soll die Zahl gesteigert werden. Auf den 35ha werden u.a. Hirse, Mais, Maniok, Kürbisse, Früchte ... angebaut, tlw. vor Ort verarbeitet (s.u.) und auf regionalen Märkten verkauft.
Die sozialen Aspekte
als Arbeitgeber
Die HAK-Agrofarm beschäftigt z.Zt. 5 feste Mitarbeiter und bis zu 80 Saisonkräfte, die z.T. weite Wege zurück legen. Zunehmend wichtig und wertvoll ist dabei die Produktverarbeitung (s. unsere Bildergalerie: Maniokverarbeitung), bei der überwiegend Frauen beschäftigt werden. Frauen sind häufig die zuverlässigeren Mitarbeiter; sie investieren ihren gesamten Lohn in die Familie!
als Multiplikator und Entwicklungshelfer
Hugo Kotingan unterstützt und berät die Bauern der Region; sie partizipieren an seinem - in Deutschland erworbenen - Wissen.
Der (gesponserte) Bau eines Brunnens mit Stromaggregat kommt zwar in erster Linie dem Betrieb zugute (so kann jetzt auch Saisongemüse angebaut werden), letztlich aber der ganzen Region. Seit die saubere Wasserquelle bekannt ist, siedeln sich zunehmend mehr Menschen rund um die Farm an, es können mehr (Saison-)Mitarbeiter auf der Farm leben.
Trotz gebührenfreier Schulen schicken viele Familien ihre Kinder (insbesondere die Mädchen) nicht zur Schule. Hugo berät und motiviert Eltern, ihren Kindern (insbes. den Mädchen) die Schulbildung zu ermöglichen.
In einem speziellen Fall finanziert die HAK-Agrofarm einem Geschwisterpaar die komplette Schulausrüstung.
Auch die benachbarte Grundschule wird unterstützt: da die öffentlichen Schulen mind. 5km entfernt sind, wurde im Dorf eine mittlerweile zweizügige "Grundschule" gebaut: 80 Kinder werden dort unterrichtet; einen Teil des Lohns der Lehrerin und Arbeitsmaterialien werden von der HAK-Agrofarm finanziert. Süßigkeiten - ein begehrtes Gut - motivieren zum regelmäßigen Unterrichtsbesuch.
Fazit
Es gibt in allen Bereichen noch viel zu tun:
- der Ausbau der Farm mit ihren (nachhaltigen) Produktions- und Absatzmöglichkeiten;
- die Stärkung der Region und aller dort lebenden Menschen
- und ... und ...
Wir, die KHG Bingen, wollen und werden uns daran im Rahmen unserer Möglichkeiten beteiligen.

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